Am nächsten Morgen standen wir früh auf, um nach einem schnellen Frühstück zum Büro des Autovermieters zu gehen. Dort lernte ich Jean-Baptiste, Alexanne und Tina kennen. Zu fünft machten wir uns also auf den Weg zu den Lagunen.
Unser erster Stopp war das kleine Örtchen Socaire. Dort mussten wir unsere Tickets für den Nationalpark besorgen. Internetrecherchen hatten ergeben, dass wir eigentlich zu spät ankommen würden, um noch Tickets zu kaufen. Angeblich sollten die Tickets sogar eine ganze Stunde vor der Ankunft in Socaire gekauft werden. Auf gut Glück fuhren wir trotzdem zum Ticketschalter. Vielleicht, weil an diesem Tag nicht besonders viel los war, oder weil die Informationen auf der Website veraltet waren, wir hatten überhaupt kein Problem, die Tickets zu bekommen.




Die Straße zum Park führte uns anschließend über eine regelrechte Huckelpiste, auf der wir teilweise nur im Schritttempo vorankamen. Schließlich erreichten wir die ersten Lagunen: Miscanti und Miñiques. Ein Tourguide erklärte uns anhand einer nachgebauten Karte den weiteren Weg, sodass wir die letzten Meter zu den Lagunen ohne Probleme zurücklegen konnten.






Das tiefblaue Wasser vor den majestätischen Bergen war ein wirklich beeindruckender Anblick. Von einem anderen Touristen konnten wir uns sogar ein Fernglas ausleihen und damit zahlreiche Vicuñas und Tagua Cornudas beobachten.
Wir wurden allerdings dazu angehalten, uns zu beeilen, um noch rechtzeitig zur nächsten Lagune zu kommen. Die holprige Straße machte das allerdings nicht gerade einfacher. Dafür entdeckten wir unterwegs eine riesige Vicuña-Herde, die uns die Zeit im Auto versüßte.
Als wir schließlich an der zweiten Lagune ankamen, wurden wir wegen der bevorstehenden Schließung des Parks fast schon nicht mehr hineingelassen. Nach einiger Diskussion durften wir glücklicherweise doch noch hinein. Und diese Lagune übertraf sogar noch die erste. Wunderschöne Berge im Hintergrund, eine eisblaue Lagune und bizarre Felsformationen, die bis an das Wasser heranreichten, machten den Anblick einzigartig.











Der Wind pfiff uns um die Ohren und es war wirklich unglaublich kalt, aber die Aussicht war es definitiv wert.
Auf dem Rückweg wollten wir unbedingt noch den Sonnenuntergang anschauen. Allerdings wurde an allen schönen Stellen, die wir uns herausgesucht hatten, Eintritt verlangt und die Parks schlossen allesamt kurz vor Sonnenuntergang. Am Ende beschlossen wir deshalb, einfach zurück zu unserer Unterkunft zu fahren und für den Sonnenuntergang spontan irgendwo anzuhalten.
Und so sahen wir den Sonnenuntergang zwar nicht in einem Park, schön war er trotzdem. Die gegenüberliegenden Berge wurden blutrot angestrahlt, ein wirklich beeindruckender Anblick.


Zurück im Hostel wurde am Abend eine Pizzanacht veranstaltet. So trafen wir uns wieder mit Lou, Lee und Frederike und ließen den Tag bei All-you-can-eat-Pizza gemütlich ausklingen.
