17.07.2026
Nachdem wir am Vortag einen guten Überblick über die Geschichte Argentiniens und Buenos Aires‘ bekommen hatten, stand am nächsten Morgen eine Führung durch La Boca auf dem Programm. Charles und Jannik entschieden sich nach der langen Nacht im Club lieber für etwas mehr Schlaf, sodass schließlich nur Romeo und ich gemeinsam mit Dante loszogen.
Unser Weg führte zunächst durch San Telmo, eines der ältesten Viertel der Stadt. Dort besuchten wir einen kleinen Markt mit handgefertigten Produkten und zahlreichen Kunsthandwerksständen. Anschließend ging es weiter Richtung La Boca.

Unterwegs machten wir Halt in einem Park, in dem uns eine ganze Meute argentinischer Hunde begrüßte. Im selben Park lebten außerdem zahlreiche grüne Papageien, deren Nester hoch oben in den Bäumen zu sehen waren. Leider hatten die Vögel offenbar wenig Interesse daran, für ein Foto still sitzen zu bleiben.



Nachdem wir noch an einer Moschee und einigen weiteren Sehenswürdigkeiten vorbeigekommen waren, erreichten wir schließlich La Boca. Schon von Weitem war das Stadion der Boca Juniors zu sehen, das wir zumindest von außen bestaunen konnten. Kurz darauf standen wir endlich in den berühmten bunten Gassen, die man von so vielen Bildern kennt. Die farbenfrohen Häuser und Straßenmusiker sorgten sofort für genau die Atmosphäre, die man sich von diesem Stadtteil erhofft.






Natürlich durfte auch eine kulinarische Pause nicht fehlen. Bei einer kleinen Stärkung genossen wir die besondere Atmosphäre, bevor wir weiter durch das touristische Viertel schlenderten. Zwischen den zahlreichen Souvenirläden fanden sich immer wieder kleine Ateliers und Galerien. In einer etwas versteckten Ecke konnten wir sogar einer Künstlerin direkt bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen.
Am Hafen endete schließlich unsere Tour. Bevor Dante sich verabschiedete, gab er uns jedoch noch eine eindringliche Warnung mit auf den Weg. Die bunten Straßen von La Boca enden nämlich erstaunlich abrupt. Nur wenige Häuserblocks weiter beginnen Viertel, in denen Touristen besser nicht unterwegs sein sollten. Es war beeindruckend zu sehen, wie nah touristische Sehenswürdigkeiten und soziale Brennpunkte in Buenos Aires beieinanderliegen.
Von dort aus machten sich die meisten wieder auf den Weg zum Hostel. Ich hingegen wollte die Gelegenheit nutzen und im Lederviertel nach einem typisch argentinischen Lederportemonnaie suchen. Der Feierabendverkehr machte mir jedoch einen Strich durch die Rechnung. Die Straßen waren völlig verstopft, und der Bus kam nur im Schritttempo voran. Da ich unbedingt rechtzeitig zum um 17 Uhr geplanten Mate-Tasting im Hostel zurück sein wollte, stieg ich schließlich deutlich früher aus und machte mich zu Fuß auf den Rückweg.
Gerade noch pünktlich erreichte ich das Hostel. Dort lernten wir, wie Mate traditionell zubereitet wird, wie man ihn richtig trinkt und welche kleinen Benimmregeln dabei dazugehören. Der erste Schluck war ehrlich gesagt ziemlich gewöhnungsbedürftig. Mit etwas Zucker schmeckte der Mate allerdings überraschend gut. Dazu wurden kleine argentinische Croissants serviert, die, wie gefühlt fast alles in Argentinien, ausgesprochen süß waren.


Am Abend gingen Charles und ich schließlich noch gemeinsam Steak essen. Das Essen war einfach fantastisch. Das Steak war hervorragend zubereitet und wahrscheinlich eines der besten, das ich je gegessen habe. Allerdings hatte ich die Größe der Portion völlig unterschätzt. Ich schaffte nicht einmal ein Drittel, bevor ich aufgeben musste und mir den Rest einpacken ließ.
Eigentlich wollte ich danach nur einen kurzen Mittagsschlaf machen. Aus dem geplanten Nickerchen wurde allerdings ein sehr frühes Zubettgehen. Nach den kurzen Nächten der vergangenen Tage war ich einfach zu erschöpft, um noch einmal aufzustehen.
