Am Mittwoch hieß es schließlich Abschied nehmen von Buenos Aires. Sowohl für Virág als auch für mich stand die Weiterreise nach Iguazú an, allerdings auf ganz unterschiedliche Weise. Während Virág den deutlich schnelleren Weg mit dem Flugzeug wählte, hatte ich mich für die deutlich günstigere, aber auch wesentlich längere Busfahrt entschieden.
Da unsere Abreise erst am Nachmittag geplant war, nutzten wir die verbleibende Zeit gemeinsam mit Charles und Manuela, um noch ein letztes Mal nach La Boca zu fahren. Ganz bewusst ließen wir es an diesem Vormittag ruhig angehen. Wir schlenderten noch einmal durch die Straßen, genossen die entspannte Atmosphäre und ließen die vergangenen Tage Revue passieren. Anschließend spazierten wir gemeinsam zurück durch die Innenstadt, bevor es schließlich Zeit wurde, sich zu verabschieden.

Mit meinem Rucksack machte ich mich auf den Weg zum Busbahnhof, wo bereits der Fernbus nach Iguazú auf mich wartete. Die Fahrt sollte ganze 18 Stunden dauern, eine Zeit, die zunächst ziemlich abschreckend klang. Da es jedoch ohnehin schon ein anstrengender Reisetag gewesen war, beschloss ich direkt nach der Abfahrt, einfach schlafen zu gehen. Im Nachhinein war das definitiv die richtige Entscheidung. Statt jede Minute der langen Busfahrt mitzuerleben, verschlief ich rund 13 der 18 Stunden und hatte das Gefühl, deutlich schneller an meinem nächsten Reiseziel anzukommen.

So endete mein Aufenthalt in Buenos Aires. Die Stadt hatte mich mit ihrer bewegten Geschichte, den unterschiedlichen Stadtvierteln, dem allgegenwärtigen Fußballfieber, ihrer Kultur und vor allem mit den vielen Menschen, die ich dort kennenlernen durfte, nachhaltig beeindruckt. Nun wartete mit den Iguazú-Wasserfällen bereits das nächste Abenteuer auf mich.
