San Pedro de Atacama 09.08.2026

Früh morgens ging es für Lou, Lee, Zoé und mich zu den Geysiren von El Tatio mit einer geführten Tour. Um 4:30 Uhr wurden wir abgeholt, damit wir pünktlich zum Sonnenaufgang dort sein konnten. Auf dem Weg dorthin wurde im Bus noch einmal etwas Schlaf nachgeholt.

Dort angekommen, wurden wir neben einem süßen Fuchs auch von blubbernden und dampfenden Geysiren begrüßt. Bei eisigen –17 °C Lufttemperatur bekamen wir eine Führung durch das Geysirfeld. Dabei wurde uns erklärt, wie die Geysire entstanden sind und wie sie genau funktionieren.

Völlig durchgefroren ging es anschließend zurück zum Bus, der uns zu unserem Frühstücksstopp brachte. Vorbei an Suri, Vicuñas, kleinen hasenähnlichen Tieren,Vizcachas, und den wohl romantischsten Vögeln der Welt, den gaviota cabecinegra, führte uns die Tour in ein kleines, idyllisches Örtchen, wo wir ein ausgiebiges Frühstück zu uns nahmen.

Anschließend ging es weiter und wir konnten sogar noch ein paar Flamingos bestaunen. Danach machten wir uns auf den Rückweg in Richtung San Pedro.

Mitten in einer wunderschönen, aber kargen Landschaft hielt der Bus plötzlich an. Der Fahrer und unser Tourguide stiegen aus und inspizierten die Räder des Fahrzeugs. Nach kurzer Zeit stiegen sie wieder ein, denn offensichtlich konnten sie nichts Auffälliges feststellen.

Der Bus wurde also wieder gestartet und gerade als er beschleunigte, gab es plötzlich einen lauten Rums. Aus meinem Fenster konnte ich beobachten, wie sich eines der Räder vom Bus verabschiedete und völlig selbstständig davonrollte.

Gestrandet, ohne Netz und ohne einen funktionierenden Bus, kamen wir also erst einmal nicht weiter. Da wir einen unglaublich coolen Tourguide hatten, beschloss dieser kurzerhand, aus der Not eine Tugend zu machen und noch eine kleine zusätzliche Tour zu veranstalten.

Alle stiegen aus dem Bus aus und wir bekamen einen interessanten Vortrag über die lokale Flora und Fauna. Als wir schließlich glasähnliche Steine fanden, holte unser Tourguide sogar ein Taschenmikroskop aus dem Bus und untersuchte die Steine gemeinsam mit uns.

Während wir dort unterwegs waren, hielten mehrere Busse an und boten uns ihre Hilfe an. Da die zusätzliche Tour allerdings sehr interessant war, lehnten wir die ersten Angebote noch ab. Erst als unser Guide uns alles erzählt hatte, was er wusste, ließen wir uns schließlich von einem anderen Bus zurück nach San Pedro bringen.

Dort angekommen, schlenderten wir noch eine Weile durch die Innenstadt, besorgten uns ein berühmtes chilenisches Getränk und warme Socken auf einem kleinen lokalen Markt und stärkten uns außerdem mit richtig leckeren Empanadas.

Am Abend probierten wir noch einen typisch chilenischen Hotdog, den sogenannten Completo. Damit ging unser letzter gemeinsamer Abend zu Ende. Am nächsten Tag würden Zoé und ich nach Bolivien weiterreisen, während es für Lou und Lee in Richtung Santiago de Chile ging.