Machu Picchu, 23.08.2026

Nach einem gemütlichen Frühstück ging es schließlich los. Anna, Yumi und ich machten uns an den Aufstieg zum Machu Picchu. Der Weg war zwar nicht besonders weit, dafür war die Steigung enorm. Treppenstufe um Treppenstufe ging es bergauf, bis wir es endlich geschafft hatten.

Auf dem Weg wunderten wir uns, warum wir kaum jemanden trafen, weder Menschen, die wie wir nach oben liefen, noch welche, die uns entgegenkamen. Oben angekommen erfuhren wir schließlich den Grund: Bus um Bus wurden die Besucher den Berg hinaufgekarrt. Für uns gehörte die Wanderung einfach zum Machu-Picchu-Erlebnis dazu. Der Machu Picchu war sozusagen unsere Belohnung am Ende des Aufstiegs, und deshalb fühlte es sich für uns fast wie Schummeln an, den Bus zu nehmen, wenn man auch laufen konnte.

Wir hatten unglaubliches Glück mit dem Wetter. Bis auf ein paar vereinzelte Tropfen kam kaum etwas vom Himmel, und die Wartezeit bis zum Einlass verbrachten wir mit Kartenspielen und Weintrauben.

Und dann war es endlich so weit: Wir konnten Machu Picchu betreten.

Es war einfach unglaublich beeindruckend. Der Weg führte uns zunächst zu verschiedenen Aussichtspunkten, von denen aus wir einen fantastischen Blick über die gesamte Anlage hatten, inklusive der dort grasenden Lamas.

Anschließend ging es hinunter in die eigentliche Stadt, und wir waren überwältigt davon, wie viel noch so gut erhalten war. Immer wieder schlossen wir uns spontan verschiedenen Tourguides an und ließen uns so die Geschichte von Machu Picchu erklären. Wir erfuhren, wie die verschiedenen Gebäude genutzt wurden, wie die Bewohner Landwirtschaft betrieben und wie die beeindruckenden Bauwerke vermutlich errichtet worden waren.

Es war unglaublich spannend, all diese Hintergründe zu erfahren. Und zusätzlich zu Machu Picchu selbst hatten wir auch noch eine Aussicht, die für mich ein Highlight darstellte.

Als wir Machu Picchu schließlich verließen, begann es bereits zu dämmern. Wir waren allerdings mit Taschenlampen ausgerüstet und machten uns daher ohne größere Gedanken wieder auf den Weg nach Aguas Calientes.

Unterwegs konnten wir zunächst einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten. Anschließend zeigte sich der Mond, der immer wieder durch die sich auflösenden Wolken blinzelte. Als es schließlich vollständig dunkel war, entdeckten wir sogar noch Glühwürmchen.

So neigte sich ein wirklich perfekter Tag langsam dem Ende zu.

Zum Abendessen gab es für mich die restlichen Snacks von Machu Picchu, und erschöpft von den vielen Eindrücken und dem langen Tag ging es anschließend auch für mich ins Bett.