Paraty – Rio de Jenero

10.07.2026

Am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen von Paraty. Bevor mein Bus nach Rio de Janeiro fuhr, hatte ich mich allerdings noch einmal mit Sophia verabredet, um gemeinsam den Sonnenaufgang anzuschauen.

Eigentlich wollten wir dafür noch einmal zur alten Festung mit den Kanonen hinaufgehen. Als wir dort ankamen, war das Tor allerdings noch verschlossen. Also änderten wir kurzerhand unseren Plan und gingen stattdessen an den Strand. Das stellte sich als mindestens genauso gute Entscheidung heraus. Ein wirklich wunderschöner Abschied von Paraty.

Anschließend schlenderten wir noch einmal gemeinsam durch die ruhigen Straßen der Altstadt, bevor sich unsere Wege trennten. Ich kaufte noch ein paar Postkarten und machte mich anschließend zurück auf den Weg zum Hostel, um zu packen und ein letztes Mal dort zu frühstücken.

Beim Frühstück lernte ich noch eine Australierin kennen, die gerade von einem Urlaub in Rio de Janeiro kam. Sie gab mir einige Tipps für meinen bevorstehenden Aufenthalt.

Kurz darauf ging es auch schon zum Busbahnhof. Die Busfahrt verlief wieder angenehm entspannt. Bei der Pause unterwegs traute ich mich diesmal sogar, etwas weiter vom Bus wegzugehen. Inzwischen wusste ich ja, dass man einfach den Busfahrer im Blick behalten musste, dann konnte eigentlich nichts schiefgehen. Wieder führte die Straße stundenlang an der wunderschönen Küste entlang.

In Rio de Janeiro angekommen, funktionierte die Weiterfahrt zum Hostel völlig problemlos. Bus und Metro ließen sich ganz unkompliziert mit der Kreditkarte bezahlen, was den Nahverkehr deutlich angenehmer machte als noch in São Paulo.

Nachdem ich meinen Rucksack im Hostel abgestellt hatte, kaufte ich mir noch etwas zum Abendessen, frisches Brot und eine riesige Avocado. Auf dem Hin- und Rückweg nutzte ich die Gelegenheit, schon einmal ein Stück am Strand entlangzulaufen. Der erste Eindruck von Rio war sofort positiv. Der Strand war wunderschön, die Gegend wirkte lebendig und gleichzeitig deutlich entspannter als São Paulo.

Den Abend verbrachte ich im Hostel mit Essen und der Planung der nächsten Tage. Das Hostel selbst konnte allerdings nicht ganz mit der Umgebung mithalten. Im Zimmer standen sehr viele Betten, Privatsphäre gab es ohne Vorhänge praktisch keine und einige der Mitbewohner schnarchten so laut, dass an erholsamen Schlaf kaum zu denken war. Außerdem sprach auch hier niemand Englisch.

Noch bevor ich einschlief, stand deshalb meine Entscheidung fest: Für die nächsten Nächte würde ich mir eine andere Unterkunft suchen. Mit diesem Plan und einem insgesamt sehr positiven ersten Eindruck von Rio de Janeiro fiel ich schließlich früh ins Bett, bereit, die Stadt am nächsten Morgen zu erkunden.