Gafayate, 29.07.2026

Da wir einen ganzen Tag in Cafayate zur Verfügung hatten, wollten wir ihn natürlich bestmöglich nutzen und machten uns schon früh am Morgen auf den Weg. Unser erster Programmpunkt war eine Wanderung. Nach einer kurzen Autofahrt erreichten wir den Startpunkt, und schon die ersten Meter machten deutlich, dass uns ein anstrengender Aufstieg bevorstand. Der Weg führte fast ausschließlich bergauf und die Steigung zog sich bis zum Gipfelkreuz. Die Mühe lohnte sich jedoch allemal. Oben angekommen wurden wir mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt. Zu unseren Füßen lagen die Weingüter von Cafayate, dahinter erstreckte sich die beeindruckende Gebirgskette der Anden.

Nach einem kleinen Picknick auf dem Gipfel machten wir uns wieder an den Abstieg. Auch der Rückweg hatte seine Highlights: Es liefen Ziegen über den Wanderweg, und am Fuße des Berges wurden wir von mehreren kleinen Zicklein begrüßt, die mindestens genauso neugierig auf uns waren wie wir auf sie.

Ohne Pause fuhren wir anschließend zu einer Ziegenkäsefarm. Da wir etwas zu früh für die Führung dort ankamen, bestellten wir zunächst eine Käseplatte. Der Ziegenkäse war hervorragend und geschmacklich meilenweit von dem entfernt, was man normalerweise im Supermarkt bekommt. Dazu probierten wir einen Wein aus dem hauseigenen Weingut, denn der Besitzer der Käserei baute nebenbei auch Wein an.

Kurz darauf begann die Führung. Vorbei an unzähligen Ziegen – von kleinen Zicklein über Muttertiere bis hin zu stattlichen Ziegenböcken – gelangten wir zur Käserei. Durch eine große Fensterscheibe konnten wir die Produktionsräume sehen, während uns erklärt wurde, welche Käsesorten hergestellt werden, welche Maschinen dabei zum Einsatz kommen und wie lange die einzelnen Sorten reifen müssen.

Mittlerweile machte sich die intensive Nachmittagssonne deutlich bemerkbar. Deshalb entschied ich mich, den geplanten Besuch eines Weinguts auszulassen und stattdessen in der Unterkunft etwas auszuruhen. Die anderen vier fuhren weiter zur Weinverkostung und erzählten später begeistert davon.

Am Abend trafen wir uns wieder und gingen gemeinsam zu einem Asado, dem traditionellen argentinischen Grillgericht. Das Fleisch war zwar etwas salziger als erwartet, schmeckte aber trotzdem sehr gut und machte mehr als satt. Zum Abschluss gönnten wir uns noch ein Weineis, eine Spezialität der Region, bevor wir müde, aber zufrieden in unsere Unterkunft zurückkehrten. Damit ging ein weiterer gelungener Tag unseres Roadtrips zu Ende.