12.07.2026
Für den Tag hatte ich mir vorgenommen, die Innenstadt von Rio de Janeiro zu erkunden. Also machte ich mich nach einem gemütlichen Morgen auf den Weg.
Vor Ort wartete allerdings eine kleine Überraschung auf mich. Es war Sonntag und ich war davon ausgegangen, dass, wie an vielen anderen Orten in Brasilien, die meisten Geschäfte geöffnet haben würden. Stattdessen wirkte die Innenstadt fast wie ausgestorben. Kaum Menschen waren unterwegs und alle Läden und Stände hatten geschlossen. Dadurch fielen mir die zahlreichen Obdachlosen noch viel stärker auf als sonst und die Atmosphäre wirkte insgesamt eher bedrückend.
Immerhin führte mich mein Weg noch durch einen kleinen Park, der mir richtig gut gefiel. Dort sah ich zum ersten Mal Capybaras in freier Natur. Außerdem gab es viele verschiedene Vogelarten zu beobachten, sodass der Park für mich ganz klar das Highlight des Vormittags war.







Da mir die Innenstadt an diesem Tag insgesamt nicht besonders gefiel, entschied ich mich spontan, den ursprünglichen Plan über Bord zu werfen. Statt weiter durch die leeren Straßen zu laufen, fuhr ich zurück an den Strand und nutzte die Zeit lieber, um bei Meeresrauschen meine weitere Reise zu planen.
Am Abend machte ich mich noch einmal auf den Weg, um etwas zu essen zu besorgen. Inzwischen hatte sich die Stimmung komplett verändert. Entlang der Strandpromenade waren zahlreiche kleine Marktstände aufgebaut und die Straße war für den Autoverkehr gesperrt, sodass überall Menschen entspannt spazieren gingen. Die lebendige Atmosphäre und die vielen Stände brachten den Abend zu einem richtig schönen Abschluss.
So wurde aus einem zunächst eher enttäuschenden Tag am Ende doch noch ein sehr entspannter Tag. Rio hat sonntags am Strand deutlich mehr zu bieten als in der Innenstadt.
