Uyuni, 13.08.2026

Am nächsten Tag ging es zumindest mir schon wieder deutlich besser. Nach einem zunächst kleinen Frühstück traf ich mich direkt morgens mit Zoe, da wir uns zuvor nicht richtig hatten verabschieden können. Wir schlenderten gemeinsam durch die Stadt, schauten uns den lokalen Markt an und dann war es auch schon Zeit für Zoe, nach Potosí aufzubrechen.

Ich brachte sie zum Busbahnhof und kehrte anschließend zu meinem Hostel zurück, um einen Plan für die nächsten Tage zu machen und Alexander und Jean-Baptiste Gesellschaft zu leisten, während die beiden noch die letzten Ausläufer ihrer Lebensmittelvergiftung auskurieren mussten.

Am Abend trafen wir uns dann noch einmal mit Etien und dem Rest der Reisegruppe zum gemeinsamen Abendessen. Während des Essens schwärmte Etien von Potosí und Sucre und brachte mich damit spontan auf die Idee, Zoe am nächsten Tag hinterherzureisen.

Auf dem Nachhauseweg entdeckten wir eine riesige Gruppe tanzender Kinder. Nachdem wir ausreichend Fotos und Videos gemacht hatten und schon fast wieder am Hostel angekommen waren, wurden wir plötzlich von einem parkenden Zug aufgehalten. Er versperrte die komplette Straße und rangierte ständig vor und zurück, als würde er jeden Waggon einzeln parken.

Nachdem wir etwa zehn Minuten gewartet hatten, machten wir es schließlich den Einheimischen nach und sprinteten in einem günstigen Moment hinter dem Zug vorbei. So konnten wir endlich zurück zum Hostel. Dort wurde uns bestätigt, dass der Zug tatsächlich jeden einzelnen Waggon parkte und entkoppelte, um ihn zu be- oder entladen.

Erschöpft fielen wir schließlich ins Bett.