28., 29.06.2026

Nachdem ich den Sonntag leider aufgrund einer Erkältung flachlag, ging es Montag direkt weiter. Morgens ging es mit einem Bus von Lagos nach Sagres, wo Basti bereits eine Nacht zuvor angekommen war. Um Sagres ausführlich erkunden zu können, liehen wir uns Fahrräder und machten uns auf den Weg zu der südwestlichsten Spitze Europas. Wir wählten Abenteuer über Komfort, und so beschlossen wir, statt den Fahrradweg zur Landspitze zu nehmen, uns auf dem Fisherman’s Trail dorthin zu kämpfen.
Die Sträucher blieben in regelmäßigen Abständen in den Speichen stecken, sowohl beim Fahren als auch beim Schieben. Und fahren war sowieso nur begrenzt möglich, weil der Weg aus losem Sand und Geröll bestand. Diese Mühen wurden allerdings belohnt mit der schönsten Aussicht, die mit Lagos konkurrieren konnte. Schroffe Felsklippen, Sanddünen und türkises Wasser und wir oben drauf.








An den Klippen wurde eine Klosterfestung gebaut, die über die letzten 450 Jahre, seit sie erbaut wurde, langsam anfing, ins Meer abzustürzen. Aus Sicherheitsgründen wurde sie leider für die Öffentlichkeit geschlossen, aber ein Weg hinter dem Kloster führt die Klippen runter bis ans Wasser und unten angekommen konnte man sich zumindest vorstellen, wie erfrischend das Wasser sein muss. Baden war aufgrund der steilen Stufe ins Wasser leider nicht möglich, auch wenn wir es trotzdem versucht haben.





Die letzten paar Meter ging es weiter auf der Straße und der südwestlichste Punkt begrüßte uns mit einer steifen Brise und einer beeindruckenden Aussicht.






Im Windschatten genossen wir sowohl die Aussicht als auch unser Picknick und nach einer obligatorischen Bratwurst und einem Zertifikat ging es mit Rückenwind wieder bergab nach Sintra. Nach einer kurzen Pause ging es für mich kurz zu einer Burg, die aufgrund von Baumaßnahmen leider nicht besichtigungswert war, und zu einer Ruine, die neben einer schönen Aussicht auch riesige Kakteen zu bieten hatte.






Bei den Ruinen traf ich mich dann wieder mit Basti und gemeinsam kundschafteten wir noch den Fischereihafen mit seinem kleinen Leuchtturm aus.


Der Bus brachte mich anschließend wieder zurück nach Lagos und ich verbrachte meinen Abend damit, durch die kleinen Gässchen zu schlendern in denen die Brasilianischen Fußballfans für Stimmung sorgten und mir die Hafengegend mit modernen und historischen Schiffen anzusehen. Eine kleine Sandburg am Strand durfte natürlich auch nicht fehlen.







Man konnte hinter dem Kloster ans Wasser runtergehen? MIST!