Pünktlich zum Beginn des Frühstücks standen wir auf, um das kleine, aber leckere Frühstück zu genießen. Und dann ging es auch schon los. Mein Bus fuhr um 15:00 Uhr am Busbahnhof ab, daher hatten wir keine Zeit zu verlieren.
Unser erster Stopp führte uns zum städtischen Friedhof. Der Weg dorthin führte uns an unzähligen Märkten vorbei, wobei jede Straße ihr eigenes Thema hatte. Einige Straßen verkauften Kostüme, andere alles, was man in Deutschland in einem Baumarkt finden würde. Es war faszinierend zu sehen, wie sehr sich die verschiedenen Waren auf einzelne Straßenzüge konzentrierten.
Beim Friedhof angekommen, sah dieser komplett anders aus, als wir es aus Europa kennen. Sechs bis acht Stockwerke hoch wurden die Kästen für die Urnen oder Särge übereinandergestapelt, und wie ein Labyrinth führten kleine Gässchen durch die Gräber. Manche sahen aus, als hätte man sie schon vor Jahrzehnten vergessen, andere waren liebevoll hergerichtet und mit Blumen und kleinen Erinnerungsstücken geschmückt.






Nach dem Friedhofsbesuch ging es mit der Seilbahn in Richtung Busbahnhof. Die Aussicht war unglaublich beeindruckend und der Transport ging außerdem um einiges schneller als mit dem Bus. Nach einem kurzen Stopp am Busbahnhof, bei dem Patric und ich unsere Bustickets kauften, ging es anschließend wieder in die Seilbahn.




Wir machten einen kompletten Rundtrip, und die Aussicht über die Stadt war beeindruckend. Die roten Häuser erstreckten sich über die Hänge und im Hintergrund konnte man die weißen, verschneiten Berge sehen. Ein wirklich beeindruckendes Panorama.





Zwischendurch stiegen wir aus und beobachteten eine Gruppe Männer, die einen Tanz einstudierten. Wieder einmal fiel mir auf, wie selbstverständlich es hier für Männer ist zu tanzen. Und ich musste daran denken, was für eine Schande es eigentlich ist, dass sich in Deutschland ein Großteil der Männer zu sehr dafür schämt.

Nach unserem Seilbahntrip machten wir uns auf den Weg zur Markthalle, um uns dort etwas Warmes zu essen zu besorgen. Für 50 Cent holten wir uns eine Sopa de Mani. Da uns das Essen allerdings etwas zu salzig war, verzichteten wir auf die Hauptspeise und holten uns stattdessen eine Salteña und ein mit Käse gefülltes Brötchen, Cuñapé.





Dann wurde es auch schon Zeit, zum Hostel zurückzukehren, den Rucksack abzuholen und anschließend für mich wieder zum Busbahnhof zu laufen.
Aurelia begleitete mich, denn sie hatte inzwischen genug Geld abgehoben, um auch ihr Busticket für den nächsten Tag bezahlen zu können. Da wir ungefähr zur gleichen Zeit in Lima sein würden, verabredeten wir uns noch dort.

Und dann hieß es für mich endgültig Abschied nehmen. Ich stieg in den Bus Richtung Puno und machte mich auf den Weg zu meinem nächsten Abenteuer.
In Puno angekommen, begrüßte mich ein Karneval. Da ich allerdings schon ziemlich müde war, schlenderte ich nur einmal daran vorbei und ging anschließend ins Hostel und direkt ins Bett.

