Sucre-La Paz, 18.08.2026

Die Busfahrt war ohne Frage abenteuerlich. Einen Großteil der Fahrt konnte ich verschlafen, aber als ich einmal aufwachte und aus dem Fenster schaute, war alles schneeweiß, und der Bus fuhr nur noch im Schritttempo.

Als ich endlich in La Paz ankam, regnete es in Strömen. Ich beschloss daher, direkt weiter nach Puno zu fahren, weil ich überhaupt keine Lust hatte, bei diesem Wetter in La Paz zu bleiben. Da der Bus erst um 15:30 Uhr fuhr, ging ich zu einem nahe gelegenen Hostel, um dort das WLAN und die Trockenheit zu nutzen.

Das stellte sich als die richtige Entscheidung heraus. Nachdem ich eine Weile dort gesessen und meine Tagebucheinträge nachgeholt hatte, kam der Rezeptionist zu mir und zeigte mir eine E-Mail-Meldung, dass aufgrund des schlechten Wetters alle Busse aus La Paz gestrichen worden waren.

Nachdem mein Plan, direkt weiterzufahren, also ins Wasser gefallen war, beschloss ich, das Beste daraus zu machen. Ich suchte mir ein freies Hostel in der Innenstadt und quartierte mich dort ein.

Da es immer noch in Strömen regnete, verließ ich das Hostel nur, um mir zum Mittagessen ein Süppchen zu holen.

Als ich abends wieder Hunger bekam, fragte ich spontan Aurelie, eine weitere Reisende aus meinem Zimmer, ob sie zusammen mit mir etwas essen gehen wollte. Während wir uns fertig machten, lernten wir noch Patric kennen, der sich spontan anschloss.

Wir fanden ein günstiges und leckeres Hähnchenrestaurant und ließen den Abend gut gefüllt ausklingen. Für den nächsten Tag machten wir gemeinsam Pläne: Zuerst wollten wir den Friedhof besichtigen und anschließend mit der Seilbahn die Stadt erkunden.