Uyuni tour, 11.08.2026

Als wir am nächsten Morgen aufwachten, war das kleine Dörfchen wie überzuckert. Es hatte die ganze Nacht über geschneit. Nachdem wir uns bei unserem Tourguide Junior versichert hatten, dass es keine Probleme mit der Weiterfahrt geben würde, konnten wir die weiße Landschaft in vollen Zügen genießen.

Nach einem Pancake-Frühstück ging es zu unserem ersten Stopp, einer Lama-Farm. Dort begrüßte uns ein traditionell gekleidetes Ehepaar und unzählige süße Lamas. Uns wurde erklärt, dass Lamawolle im Gegensatz zu Alpakawolle beim Waschen nicht eingeht und deshalb die bessere Wolle sei. Anschließend führte uns der alte Hirte noch seine Steinschleuderkünste vor. Anders als wir zunächst dachten, wurden diese nicht zum Jagen, sondern zum Treiben der Lamas verwendet. Danach bekamen wir einen Tee aus Rica-Rica, der gegen die Höhenkrankheit helfen sollte, und hatten die Möglichkeit, selbstgestrickte Sachen aus Lamawolle zu kaufen.

Anschließend ging es weiter. Unser nächster Stopp war ein Felsen, der wie ein Pokal geformt war. Pittoreske Felsformationen erstreckten sich überall um uns herum. Außerdem konnten wir die süßen Chinchillas beobachten, die zwischen den Felsen lebten und dort munter herumtummelten.

Weiter ging es zu einer kleinen Schlucht mit noch mehr beeindruckenden Felsformationen. Etien und ich nutzten die Gelegenheit, die Felsen zu erklimmen, um eine bessere Aussicht zu bekommen. Die Aussicht blieb leider aus, Spaß gemacht hat es trotzdem.

Der nächste Stopp führte uns zum Kobra Canyon. Bis zu diesem Punkt war das definitiv mein Highlight: eine beeindruckende Aussicht und ein Naturphänomen, das einem einfach den Atem verschlägt.

Nach dem Mittagessen ging es weiter. Die Straße schlängelte sich vorbei an unzähligen Lamas, die die wenigen grünen Grashalme nutzten, um in dieser rauen Gegend zu überleben. Wir kamen an einer weiteren Lagune mit Flamingos und anderen Vögeln vorbei, die allerdings nicht ganz so beeindruckend war wie die Lagune am Tag zuvor.

Angekommen im ehemaligen Eisenbahnort Julaca, hatten wir die Möglichkeit, lokales Bier mit verschiedenen regionalen Geschmacksrichtungen zu probieren. Außerdem konnten wir auf Eisenbahnwaggons klettern und uns ein bisschen wie bei Subway Surfer fühlen.

Da das Wetter für den nächsten Tag leider nicht besonders schön vorhergesagt war, beschlossen wir kurzerhand, die Salzwüste Salar de Uyuni vorzuziehen und dort den Sonnenuntergang anzuschauen. Es war wirklich ein unglaubliches Schauspiel. Wir machten weitere Touristenfotos und bestaunten dieses Naturwunder. Der Salar de Uyuni übertraf die Salinas Grandes bei Salta um Längen.

Einfache Krämpfe am Ende unseres Salzwüstenbesuchs entwickelten sich leider zu einer voll ausgewachsenen Lebensmittelvergiftung. Damit war ich für den Rest des Tages leider komplett ausgeschaltet.